Ein neuer Masterplan für das Kulturforum
Für das Kulturforum liegt seit März 2006 mit dem Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses ein neuer Masterplan vor.
Er wurde 2004/2005 von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zusammen mit den Institutionen am Kulturforum und fünf Planungs- und Architekturbüros erarbeitet. Außerdem war die Öffentlichkeit über Online-Dialoge, einen Fachspaziergang vorort und fünf zum Kulturforum verananstalteten Architekturgesprächen an der Diskussion beteiligt.
Der Masterplan entwickelt das Gelände unter Berücksichtigung des bestehenden Ensembles und der 1964 vom Architekten Hans Scharoun entwickelten Gesamtplanung zum Kulturforum weiter. Wichtig war dabei vor allem die Idee der scharounschen "Stadtlandschaft" - der Idee, durch objekthafte Baukörper einen landschaftlich geprägten Stadtraum spannungsvoll in Szene zu setzen. Daher war eines der Ziele, die landschaftliche Seite - insbesondere die von Scharoun gewünschte Verbindung zum Tiergarten - zu qualifizieren. Weitere Gebäude sollen nur zurückhaltend ergänzt werden und so die beiden in die Weltarchitektur eingegangen Bauwerke, die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe und die Philharmonie von Scharoun, in ihrer Raumwirksamkeit nicht in Frage stellen. Ihre Nutzung soll vorrangig kulturellen Zwecken dienen, aber auch die am Kulturforum fehlenden Flächen für Gastronomie und Shopping bieten. Der historische Matthäikirchplatz und der Neue Museumsplatz werden im Maßstab und der Gestaltung eigenständig ausgebildet, aber freiraumgestalterisch mit dem offenen Landschaftsraum verbunden.
Der Masterplan sieht vor allem an den Kanten des Kulturforums Flächen für Bauprojekte vor. Sie sollen die funktionale und städtebauliche Kontur des Kulturforums stärker zur Geltung bringen. Außerdem soll über den Verkauf der dafür benötigten landeseigenen Bauflächen die Neugestaltung des Landschaftsraumes finanziert werden.
Aktuelle Überarbeitung des Masterplans
Im Jahr 2009 wurde die Freiflächenplanung nochmals überarbeitet und an die neuen Anforderungen angepasst. Ein Grund dafür ist die Absicht, die Realisierung der Freiflächen nun doch zeitlich vorzuziehen und so eine zeitnahe Aufwertung des öffentlichen Raumes am Kulturforum zu gewährleisten - unabhängig von der Realisierung der langfristig vorgesehenen Neubauten.
Im Februar 2010 veranstaltete die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter dem Motto "Kulturforum wach küssen" eine Bürgerwerkstatt. Hier präsentierte und diskutierte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher in großer öffentlicher Runde die überarbeitete Freiflächenplanung, um so auch die Anregungen und Kritikpunkte der künftigen Nutzer erfahren und in der Planung berücksichtigen zu können.
Die Realisierung der neuen Freiflächenplanung ist ab 2012 in mehreren Bauabschnitten vorgesehen.
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Masterplan Kulturforum vom 18.01.2005 (noch mit alter Freiflächenplanung)
Ausführliche Informationen zu Geschichte und Planung
am Kulturforum finden Sie auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:
www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/kulturforum
Link zur überarbeiteten Freiflächenplanung 2009/2010:
www.stadtentwicklung.berlin.de/.../freiraumkonzept
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